Geschichte

Kaiser Josef II. regelte das gesamte Schulwesen und wollte damit erreichen, dass jeder Untertane Gelegenheit haben sollte, den indern neben Religion auch das Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen zu lassen.

Er ordnete daher an, dass nicht nur in den Pfarren, sondern auch in den dazugehörenden Ortschaften Schulen errichtet werden, in denen eine größere Anzahl Kinder sind und diese mehr als eine halbe Stunde von der Pfarrschule entfernt sind.

Durch diese Entscheidung wurde in der Ortschaft Rußbach im Jahr 1787 eine "Trivialschule" errichtet.

Anfangs gab es keinen regelmäßigen Unterricht, da kein geprüfter Lehrer zur Verfügung stand. So ging einige Jahre der im Markt St. Wolfgang beschäftigte Schneidergeselle Johann Lechner wöchentlich ins "Untergei" (=Rußbach), um dort den Kindern Lesen und Schreiben beizubringen.

Das erste Schulhaus:

Auf dem Grundstück (neben der jetzigen Schule), das die Herrschaft St. Wolfgang spendete, wurde das Schulhaus aus Holz errichtet (=jetziger Kindergarten). Viele Jahre hindurch war das Haus innen und außen nicht angeworfen und glich mit seiner 'Rauchküche einer Holzstube. Nachdem im Laufe der Jahre der Innenraum verputzt worden war, wurde das Haus schließlich im Jahr 1872 von Johann Hödlmoser (Barrergut, Graben 8) auch außen verputzt. Das Schulgebäude wurde von der Gemeinde erhalten, was auch heute noch geschieht, war immer einklassig und zählte bei der Entstehung 15 - 20 Schüler. Allmählich stieg die Zahl der Schüler.

1792 - also fünf Jahre nach der Eröffnung - unterrichtete der erste amtlich bestellte Lehrer Josef Grabner. Auf ihn folgte von 1794 - 1795 Josef Millechner und auf diesen von 1796 - 1817 der aus Steinbach a. A. gebürtige Lehrerssohn Ferdinand Schubert. Im Jahre 1818 kam der aus Bad Ischl stammende Franz Siegfried an die Schule, der bis 1838 blieb. Wer zwischen 1839 und 1842 Unterricht erteilte konnte nicht mehr festgestellt werden. Die Schule wurde in der Zwischenzeit von St. Wolfgang aus gelenkt und betreut.

Von 1843 - 1861 war Jakob Haslinger Schullehrer. Seine Frau betrieb im Schulhaus eine Tabakfabrik ("Tabakverschleiß"). Nur kurz wurde die Schule von Franz Sager geleitet. Daran anschließend übernahm Eduard Püx die Leitung. Seine Frau Anna betrieb in der Schule eine Bandlkramerei und den Tabakverschleiß.

Die Lehrer verdienten in der Zeit so wenig, dass sie kaum das Nötigste zum Leben hatten. Als 1868 (nach dem Weggang von Eduard Püx) sich keine Lehrkraft um diese Stelle bewarb, musste die Schule zwei Jahre lang vom Schulprovisor Georg Köck geleitet werden. Nun folgte 1870 - 1876 der Schulleiter Raimund Berndl. Von 1877 - 1890 leiteten verschiedene Lehrer kurzfristig die Schule.

Von 1891 - 1899 war Johann Sams ein umsichtiger Schulleiter. 1895 erteilte der Ortsschulrat St. Wolfgang den behördlichen Auftrag in Rußbach für ein besseres Schulhaus Sorge zu tragen. Daraufhin wurde im Jahr 1896 im Hause des Peter Grabner (Payrbauer, Graben 15) ein provisorisches Lehrzimmer eingerichtet und der Unterricht erteilt.

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Das bisherige aus Holz erbaute Schulhaus wurde abgetragen und an seiner Stelle ein gemauertes Schulhaus hingebaut. Auf den Schulleiter Johann Sams folgte von 1900 - 1910 der Oberlehrer Josef Rudolf. Am 1. Oktober 1901 wurde der weibliche Handarbeitsunterricht eingeführt und die Lehrersgattin Erna Rudolf als Handarbeitslehrerin angestellt. Im Jahr 1906 war die Zahl der Schüler auf 110 angestiegen, sodass die Schule erweitert werden musste. Am 1. März 1907 übersiedelte die Schule wieder ins Haus des Peter Grabner, wo ganztägiger Wechselunterricht erteilt wurde. Am 23. September 1907 wurde das nunmehr erweiterte Schulhaus wieder bezogen. Die Schule war nun zweiklassig.

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Im Jahr 1911 kam Thomas Pellech als Oberlehrer nach Rußbach und wirkte hier bis 1935. ihm folgten Hans Feichtinger und Josef Moser. Ab Beginn des Schuljahres 1938/39 bis 1. Mai 1941 war Josef Aitenbichler Leiter der VS Rußbach. Während der Kriegsjahre 1941 - 1945 übernahm die Lehrerin Walpurga Knoll die provisorische Leitung in Rußbach.

Am 1. November 1945 wurde wieder Josef Aitenbichler Leiter der Volksschule. Er hatte diese Stelle bis 1953 inne. Im Jahr 1947 wurde die Schule dreiklassig. 1953/54 leitete Ludwig Strobl provisorisch die Schule. Von 1954 - 1969 führte wieder Josef Aitenbichler die Geschicke der Schule in Rußbach.

Nach einer einjährigen provisorischen Leitung durch den Pfandler Lehrer Helmut 'Steiner übernahm 1970 Andreas Kopf die definitive Leitung der Schule, die er bis 31. August 1993 inne hatte. In seine Amtszeit fällt der Neubau der VS Rußbach, die Einführung der Schulfeste und anderer Feste und Feiern. Da die Schülerzahl beständig über 60 liegt, ist seither die Vierklassigkeit gegeben. Direktor Kopf baute außerdem an der Westseite des Turnsaales eine Sonderausstellung mit Abgüssen von Felsritzbildern aus dem Wolfgangtal auf.

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Vom 1. September 1993 - 31. August 2004 hatte Rudolf Kienesberger die Leitung der Schule über. Unter seiner Leitung wurde das Schuki-Projekt ins Leben gerufen, ein Schwerpunkt Langlauf eingeführt, die Feste wurden weiter gepflegt, und die Zusammenarbeit mit der Bücherei St. Wolfgang intensiviert.

Am 1. September 2004 übernahm Beate Laimer die Leitung der VS Rußbach. In ihrer Amtszeit entstanden drei Integrationsklassen und es gab eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem Kindergarten im SCHUKI-Projekt.

Seit 1. September 2010 ist Freysoldt Elisabeth die Direktorin der Schule. Am 12. Mai 2016 wurde der Schule von LandeshauptmannstellvertreterThomas Stelzer das Zertifikat "Schule Innovativ neu" überreicht.

Michaela Pilz wurde am 1. September 2017 mit der Leitung der Volksschule betraut.

VS Rußbach

schuleDie VS Rußbach ist eine vierklassige Volksschule. Sie gehört zur Gemeinde St. Wolfgang und liegt am Weg zum Schwarzensee.

Kindergarten Rußbach

kindergartenUnser Pfarrcaritas - Kindergarten bietet Platz für 45 Kinder in zwei Gruppen und befindet sich gleich neben der Volksschule.

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